Das Sustainable Procurement Barometer 2026 zeigt, dass führende Unternehmen Nachhaltigkeit in messbare Geschäftserfolge umwandeln, wobei KI die Ergebnisse beschleunigt
Berlin, 16. April 2026 – Das Sustainable Procurement Barometer 2026 von EcoVadis, in Zusammenarbeit mit Accenture, zeigt, dass leistungsstarke Unternehmen heutzutage mehr Erträge aus Innovationen als aus Compliance erzielen. Unter den besten 10 % der Unternehmen (Leader) nennen 80 % Innovation als den wichtigsten Treiber für den Return on Investment (ROI) ihrer nachhaltigen Beschaffungsprogramme und liegt damit jetzt vor Compliance, verglichen mit 54 % bei den übrigen Unternehmen.
Deutsche Unternehmen übertreffen Durchschnitt bei Nachhaltigkeit
Einkaufsorganisationen in Deutschland im Sustainable Procurement Barometer 2026 bei zentralen Kennzahlen positive Ergebnisse: 78 % der deutschen Unternehmen erfassen bereits Product-Carbon-Footprint-Daten (+11 Prozentpunkte über globalem Durchschnitt), 58 % haben Sichtbarkeit in über 75 % der Tier-1-Lieferanten (+10 Prozentpunkte) und 35 % decken mehr als 50 % des Ausgabenvolumens mit ESG-Plattformen ab (+9 Prozentpunkte). Zudem sind deutsche Unternehmen bei Nachhaltigkeit deutlich reifer: 30 % haben bereits mehr als 10 Jahre ein Programm zur nachhaltigen Beschaffung implementiert (fünf Prozentpunkte über globalem Durchschnitt). Zudem setzen sie häufiger auf dedizierte Nachhaltigkeitsteams (62 %, +7 Prozentpunkte).
Führende Beschaffungsorganisationen legen zunehmend Wert auf Wertschöpfung durch Kreislaufprodukte, Ressourceneffizienz und lieferantengetriebene Innovation. Heute führen 58 % der Unternehmen Innovationsinitiativen über 26 % bis 75 % der Lieferantenausgaben durch, verglichen mit nur 9 % im Jahr 2024.
Die Ergebnisse spiegeln einen umfassenderen Wandel wider. Beschaffungsteams stehen unter Druck, Kosten, Risiken und Disruptionen zu managen und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Führende Unternehmen reagieren darauf, indem sie Nachhaltigkeit in zentrale Geschäftsentscheidungen integrieren und sie zur Verbesserung von Resilienz, Effizienz und Wachstum nutzen.
Laut Untersuchungen von Accenture kosten Disruptionen Unternehmen jährlich mehr als 1,6 Billionen US-Dollar an entgangenem Umsatzwachstum. Diejenigen, die proaktiv widerstandsfähigere Lieferketten aufbauen, sind besser in der Lage, Nachhaltigkeitsrisiken über mehrere Lieferantenstufen hinweg zu managen. Zudem erzielen sie ein um 3,6 % höheres Umsatzwachstum als ihre Mitbewerber.
Nutzung von KI-Tools
Es zeichnet sich zudem eine neue Kluft ab: eine zunehmende digitale Ungleichheit zwischen Einkäufer*innen und Anbietern. Um Resilienz aufzubauen und mithilfe von Lieferantendaten schnellere und wirksamere Entscheidungen umzusetzen, nutzen Beschaffungsteams zunehmend Künstliche Intelligenz. Das Sustainable Procurement Barometer 2026 zeigt, dass die Mehrheit der Einkäufer*innen KI-Tools inzwischen operativ für Vorhersageanalysen (71 %), Risikoscreening (63 %) und Datenvalidierung (61 %) einsetzt, während ihre Lieferanten bei der Einführung von KI jedoch hinterherhinken.
KI-Tools: Deutsche Unternehmen teils führend, teils zurückliegend
Während global 71 % der Unternehmen Lieferantenanalysen nutzen, sind es in Deutschland 77 %. Bei der Risikoüberwachung von Lieferanten nutzen global 63 % der Unternehmen künstliche Intelligenz, in Deutschland lediglich 55 %. Bei der Validierung von CO2-Daten nutzen global 61 % der befragten Unternehmen Künstliche Intelligenz, in Deutschland nutzen hingegen 68 % KI dafür.
Diese entstehende digitale Asymmetrie erhöht das Risiko, dass bestehende ESG-Datenlücken sich vergrößern und die Transparenz sowie die Wertschöpfung entlang der Liefernetzwerke begrenzen. Tatsächlich haben fast 80 % der Einkäufer*innen Einblick in die Nachhaltigkeitsleistung von mehr als der Hälfte ihrer Tier-1-Lieferanten, Tier 2 bleibt weiterhin ein blinder Fleck (nur 12 % mit einer Transparenz von 50 % oder mehr) und Tier 3 ist weitgehend undurchsichtig.
EcoVadis: Führende Unternehmen setzen auf KI für messbare Geschäftsergebnisse
„Die Frage ist nicht mehr, ob in nachhaltige Beschaffung investiert werden soll. Entscheidend ist, wie sich damit messbare Geschäftsergebnisse erzielen lassen“, sagte Pierre-François Thaler, Mitgründer und Co-CEO von EcoVadis. „Die führenden Unternehmen nutzen Nachhaltigkeitsdaten für alltägliche Beschaffungsentscheidungen, setzen KI ein, um Risiko und Leistung in großem Maßstab zu steuern, und ziehen Lieferanten für Verbesserungen in die Verantwortung. Das ist es, was Nachhaltigkeit in Kostenkontrolle, Resilienz und Wachstum verwandelt.“
Das Sustainable Procurement Barometer 2026 zeigt außerdem eine weltweite Annäherung bei drei Kernthemen: Netto-Null und CO2-Management, Arbeitspraktiken bei Lieferanten sowie Zirkularität und Ressourceneffizienz. In anderen Nachhaltigkeitsprioritäten zeigen sich jedoch regionale Unterschiede, die auf verschiedene regulatorische und marktbezogene Entwicklungen zurückzuführen sind.
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CO2-Management bleibt der strategische Fixpunkt. Das Management von Lieferkettenemissionen und der Fortschritt in Richtung Netto-Null bleiben die wichtigste Priorität und werden von 54 % der Unternehmen als einer der drei wichtigsten Programmschwerpunkte genannt. Die Teams erwarten, dass CO2 in den nächsten zwei bis drei Jahren ebenso wichtig bleiben wird.
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Arbeitspraktiken der Lieferanten sind grundlegend für Programme. Hohe Arbeitsstandards werden mit zunehmender Reife der Programme zu einer Grunderwartung, getrieben durch anhaltende Überprüfung durch Stakeholder und strengere Sorgfaltspflichten. Unternehmen stehen unter wachsendem Druck, die Sichtbarkeit von Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsrisiken in ihrer gesamten Lieferkette zu erhöhen.
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Werthebel und neue Risiken rücken stärker in den Fokus. Während sich die Kernprioritäten in den Programmgrundlagen verankern, verlagern Unternehmen ihren Fokus auf Wertschöpfungspotenziale wie Kreislaufwirtschaft und verantwortungsvolle KI, sowie auf neue Risikobereiche wie Datenethik und digitale Rückverfolgbarkeit.
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Globale Ähnlichkeiten und Unterschiede
In allen Regionen sind sich die Unternehmen einig, dass Netto-Null und CO₂-Management, die Belegschaft bei Zulieferern und Arbeitspraktiken sowie Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen sind, die nachhaltige Beschaffungsstrategien prägen.
„Viele Unternehmen betrachten nachhaltige Beschaffung mittlerweile als einen zentralen Faktor für die Unternehmensleistung“, sagte Matias Pollmann-Larsen, Global Lead for Sustainable Value Chain bei Accenture. „Unternehmen, die Nachhaltigkeitsdaten mit KI kombinieren, treffen in ihren Lieferketten schnellere und fundiertere Entscheidungen. Dies stärkt die Widerstandsfähigkeit, verringert Störungen und sorgt für messbares Wachstum.“
Das vollständige Sustainable Procurement Barometer 2026
Um einen vollständigen Überblick über die wichtigsten Trends und Themen in der heutigen Beschaffungslandschaft zu erhalten, laden Sie das vollständige „2026 Sustainable Procurement Barometer“ herunter: https://ecovadis.com/de/insights/barometer-de
EcoVadis’ Co-Gründer und Co-CEO Pierre-François Thaler und Accentures Matias Pollman-Larsen stellen das Sustainable Procurement Barometer 2026 am 6. Mai um 11.30 Uhr in einem Webinar vor, für das Sie sich hier registrieren können (englisch). Am 28. Mai 2026 um 10.00 Uhr findet ein deutsches Webinar statt, für das Sie sich hier registrieren können.
Methodik
Der Bericht basiert auf einer umfassenden Umfrage unter Führungskräften und leitenden Angestellten von 1.000 multinationalen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde US-Dollar sowie nahezu 2.000 Lieferanten entlang globaler Lieferketten. Zusammen repräsentieren sie 20 Branchen und eine ausgewogene geografische Verteilung über Nord- und Südamerika, EMEA sowie APAC. Weitere Informationen sind im Bericht enthalten.
Über EcoVadis
EcoVadis ist ein zweckorientiertes Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Nachhaltigkeitsinformationen in jede Geschäftsentscheidung weltweit einzubinden. Im Jahr 2024 übernahm EcoVadis Ulula, eine führende Plattform zur Einbindung von Arbeitnehmenden, die die Fähigkeiten zur Unterstützung der Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte stärkt. Mit globalen, zuverlässigen und umsetzbaren Bewertungen verlassen sich Unternehmen jeder Größe auf die detaillierten Erkenntnisse von EcoVadis, um ESG-Vorschriften einzuhalten, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Nachhaltigkeitsleistung ihres Unternehmens und ihrer Wertschöpfungskette in 220 Branchen in 185 Ländern zu verbessern. Führende Unternehmen wie Johnson & Johnson, L'Oréal, Unilever, Bridgestone, BASF und JPMorgan gehören zu den mehr als 150.000 Unternehmen, die die EcoVadis Ratings, die Tools für das Risiko- und das CO2-Management und die E-Learning-Plattform nutzen, um ihren Weg zu mehr Widerstandsfähigkeit, nachhaltigem Wachstum und positiven Auswirkungen weltweit zu beschleunigen. Weitere Informationen finden Sie auf: ecovadis.com oder LinkedIn.
Presseanfragen
textstore - Agentur für Text und PR
Alexander Trompke
Telefon: +49 351 / 312 73 38
E-Mail: at@texstore.de
Über den Autor
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